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Mahnwachen gegen Polizeigewalt

Liebe Piraten, 
liebe Demokraten,
 
nach der gewaltsamen Aktion der Polizei in Stuttgart, bei der friedliche Demonstranten gegen die S21 Pläne – unter ihnen Kinder und Rentner – mit Knüppeln und Tränengas traktiert wurden ist die Zeit gekommen, bundesweit ein Zeichen zu setzen. Wie überall in der Republik organisieren sich auch in Bayern Mahnwachen als Protest gegen die Aktion.
 
Die Piratenpartei Bayern ruft ihre Mitglieder, Sympatisanten und alle Bürger auf, zu den Mahnwachen in ganz Bayern zu kommen. Bringt Lichter mit (Grablichter zum Beispiel) und macht den Mächtigen bei der Bahn und der Politik klar, dass sie eine Grenze überschritten haben. Wer friedliche Demonstranten niederknüppeln lässt hat den Rahmen des Rechtstaates überschritten.
 
Mahnwachen in Bayern sind geplant in:
Augsburg
Rathausplatz, 20:00 Uhr
 
München
Hauptbahnhof Süd, 21:30
 
Würzburg
21:00h am Hbf
 
Ist deine Stadt nicht dabei? Dann organisiere selber eine Mahnwache!
 
[Update]
Trotz des sehr kurzfristigen Aufrufes haben sich in München etwa 70 Personen an der Mahnwache beteiligt. Vielen Dank für Euer Engagement!
 
Bild aus Muenchen
 
Auch in Augsburg fanden sich trotz des kurzfristigen Aufrufes ca. 50 Personen zusammen, mit Teelichtern wurde der Schriftzug "Stuttgart21 Keine Gewalt" geschrieben. Die Polizei war ausgesprochen freundlich. EIn Bild aus Augsburg:
Mahnwache in Augsburg
Bilder veröffentlicht unter CC-BY-SA Lizenz

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Zum Datenskandal in Eching bei München

Piratenpartei rät zur Übermittlungssperre

Das Einwohnermeldeamt Eching bei München hat – wie landläufig üblich – Datensätze von Bürgern an private Unternehmen verkauft und ist dabei weit über das Ziel hinausgeschossen. Nicht nur Datensätze volljähriger Echinger, sondern auch jene von Säuglingen und Kindern landeten in den Fängen der Datenvermarkter.

Aufmerksamen Bürgern fiel auf, dass nicht nur deren Namen in einem Adressbuch standen, sondern auch die ihrer Kinder und sogar die Namen frisch geborener Säuglinge. Dies alles ohne vorherige Absprache mit den Betroffenen.

"Dieser Datenskandal zeigt wieder einmal, wie unverantwortlich in Deutschen Behörden mit sensiblen Daten umgegangen wird." erinnert Roland Jungnickel, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Bayerns "Dabei steht jedem Bürger in Deutschland ein Mitbestimmungsrecht beim Umgang mit seinen persönlichen Daten zu. Die Bürger müssen es sich nicht gefallen lassen, dass der Staat mit Ihren Daten Geschäfte betreibt. Sie können ganz klar verlangen, dass das Einwohnermeldeamt Ihre Daten nicht an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergibt."

Alle Bürger können vorab das Formular "Einrichtung einer Übermittlungssperre" ausfüllen und an ihr Einwohnermeldeamt weiterleiten. Somit verhindern sie, dass ihre Daten vom Einwohnermeldeamt verkauft werden.

Die Piratenpartei Deutschland ruft jedes Jahr zum "Opt-Out-Day"auf – in diesem Jahr ist es der 28.10.2010 – und fordert alle Beteiligten, allen voran die Behörden, zum sorgsameren Umgang mit persönlichen Daten. Weitere Information zum "Opt-Out-Day" finden Sie hinter dem Link.

Piratenpartei veröffentlicht INDECT-Dokumente: EU forscht im Geheimen am Überwachungsstaat

George Orwell’s 1984: The Lost Pages

In Zusammenarbeit mit der deutschen Piratenpartei wurde heute von der futurezone ein enthüllender Artikel über das EU-Projekt INDECT veröffentlicht. Er basiert auf internen Fortschritts- und Planungsdokumenten, die den Piraten zugespielt wurden. Diese werden der Öffentlichkeit bewusst vorenthalten: Aufgrund vielfältiger Kritik beschlossen die Projekt-Verantwortlichen kürzlich sogar eine neue Geheimhaltungsstufe. Welche Daten an die Öffentlichkeit gelangen, beschließt ab jetzt ein INDECT-"Ethikrat".

Die Dokumente verraten, dass die EU eine Vielzahl von Technologien erforschen und einsetzen will, um ihre Bürger lückenlos überwachen zu können.