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Die Anti-Kampagnen beginnen

Ein in der Netzwelt sehr bekanntes Zitat von Mahatma Gandhi lautet: First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win. In diesen Modell sind wir nun definitiv in der vorletzten Stufe angekommen. Auf der Seite Antipirat.de betreibt ein vermeintliches Mitglied von Bündnis 90/Grünen eine Hetzkampagne gegen die Piratenpartei. Wir können uns darüber jedenfalls nur freuen, es zeigt, dass uns die "großen Parteien" inzwischen als Gefahr sehen. Nur wer ignoriert wird ist unbedeutend.

Wikipedia ändert Lizenz

Vorgestern war es soweit: die deutschsprachige Wikipedia – das größte deutsche Open Content-Projekt – hat die Lizenz ihrer Inhalte geändert. Leider komme ich erst jetzt dazu darüber zu berichten. Ab sofort stehen alle ihre Inhalte unter der Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported – kurz: CC-BY-SA 3.0. Diese erlaubt genauso wie die alte Lizenz (GFDL) das bearbeiten und weiterverwenden und schreibt genauso vor, dass bearbeitete Versionen erneut unter der Lizenz stehen und die Autoren genannt werden müssen.

Eine klare Aussage

Johnny Haeusler hat auf Spreeblick kritisiert, dass es ihm an klaren Absagen an bestimmte Parteien im extremeren politischen Spektrum mangelt. Diesen Mangel möchte ich hiermit offiziell beheben:

Antwort an Herrn Pinkwart

Herr Pinkwart, seines Zeichens Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (toller Titel) von NRW (FDP), hat sich auf dem Medienforum ja über unsere Partei geäußert.

Dass die Piratenpartei, die ja ein etwas verqueres Verhältnis zu solchen Rechten hat, sich so rasant verbreitet, finde ich zum Beispiel mehr als bedenklich. In Schweden hat sie ja bei der Europawahl über 7 Prozent bekommen, fast 20 sogar bei den Unter-Dreißig-Jährigen. In Deutschland liegen die Zahlen zum Glück noch deutlich darunter. Trotzdem stellt sich ganz klar die Frage: Wie gehen wir damit um, dass die Internet-Generation hier teilweise offenbar ein ganz anderes Rechtsempfinden hat? Dieses Thema beschäftigt gerade mich als Liberalen sehr. Wenn wir das Urheberrecht nicht achten, dann untergraben wir einen der wichtigsten Pfeiler unseres Gesellschaftssystems, unserer Demokratie. Es ist nicht „hip“, Ideen zu klauen, es hat nichts mit Freiheit zu tun, sondern es ist kriminell – und das wird auch nicht dadurch besser, dass der Dieb dabei kein altmodisches Brecheisen benutzt, sondern top-moderne W-lan-Anschlüsse und Mobiltelefone.

Dabei zeigt er sehr gut, was eigentlich zur Zeit genau falsch läuft.

Dörmann und die Zensur

Martin Dörmann ist uns ja schon bekannt. Der SPD-Verhandlungsführer, der die Community, die sich im AK Zensur versammelt hat, hinterrücks an die Union verkauft hat, ist uns durch seine schleimige Art, die Zustimmung der SPD zum Zensurgesetz herunterzuspielen bereits bekannt. Tut er doch so, als hätte die SPD alle Forderungen der Netzcommunity berücksichtigt und brüstet sich als Verfechter der Bürgerrechte im Netz. Aber nun legt er noch einen drauf.